12.04.2006
Vorgeschichte
Ende 2002 sind wir mit einem Sonderangebot dem Vorurteil begegnet, dass wir unglaublich teuer seien. Das hat Heinz Klein aus der Kanzlei Brinkmann, Dewert & Partner GbR, der auch ein Fan des Kritletters war, auf die Idee gebracht, uns nach einem Angebot zu fragen. Wir kamen sehr schnell ins Geschäft und gut zwei Monate später war die neue Website im Netz.
Das Typo-Signet
Webdesigner kennen wohl das Problem, dass sie mit Logos zu tun haben, die schwer in bildschirmgerechte Layouts zu integrieren sind. Meistens gibt es proportionale Missverhältnisse oder zuviele Elemente, die in kleiner Variante auf dem Bildschirm ausfransen oder untergehen. Nicht selten steht das Logo nicht einmal digitalisiert oder nur als minderwertiges JPEG zur Verfügung. Zentral für ein gelungenes Webdesign ist aber meiner Meinung nach, dass das Logo harmonisch ins Layout integriert wird. So sollte das Logo das Layout und das zu entwickelnde grafische Erscheinungsbild mitbestimmen, wenn es nicht wie ein Fremdkörper wirken soll.
Wenn der Kunde offen ist, könnte man Nachbau und Modifizierungen anbieten. In unserem Fall bestand das Logo aus einem Schriftzug in der Schrift “Times”. Wie man sich denken kann, war der Nachbau kein großes Unterfangen. Wir haben aber eine andere Schriftart (Venetian) gewählt und den Schriftzug zudem in Kapitälchen gesetzt, die wir manuell skaliert haben. Um das Ausfransen der feinen Kurven durch Anti-Aliasing zu entschärfen, haben wir einen leichten Schatten hinzugefügt. Das Ergebnis sieht vertrauenswürdig aus und war zudem printkompatibel. Letzteres ist übrigens manchmal ein gutes Argument für den Kunden, sich auf Nachbau, Aufwertung oder Modifizierung des Logos einzulassen und moderate Mehrkosten zu tragen.
Das alte Layout und die Portraits
Um nun das seriös wirkende Typo-Signet im Layout zu betonen und einen gebührenden Platz zu finden, hatten wir die Idee mit dem schwarzen Balken (der dann zur Freude des Kunden zum Bestandteil des Logos wurde) und einem feinen Strich als Fortführung desselben. Beides begrenzt in einfachster Weise oben und unten den Inhalt. Gepaart mit einem leichten Grau als Hintergrund für den Content (zur weiteren Betonung und Abgrenzung des Kopfes und des Footers vom Inhalt) schien damit ein rundes Layout geschaffen.
Um die Individualität der Website weiter zu betonen, haben wir Portraits der Anwälte erstellt, die konsequent in schwarz/weiss sein sollten. Das war eine Herausforderung erhöhten Grades. Bewußt ohne Blitz und mit analoger Kamera sind wir von einem Büro zum anderen gewandert und hatten für jeden Anwalt (von 10) um die 5 bis 10 Minuten Zeit. Mit einer Ausnahme gab es zufriedenstellende Ergebnisse, die wir auch dadurch erreichten, dass Verena ab und zu eines der Opfer in ein Gespräch verwickelte, das für Lockerheit sorgte. ;-)
Das Ergebnis unserer damaligen Arbeit kam beim Kunden insgesamt sehr gut an, auch wenn im Nachhinein die Icon-Navigation, die mit Hilfe von Javascript erläutert wurde, nicht gerade benutzerfreundlich war, was später durch Feedback von Besuchern bestätigt wurde. Die Team-Seite zum Beispiel sah vor drei Jahren wie folgt aus:
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